Die Bauchmuskulatur besteht aus mehreren Schichten:

  • Gerade Bauchmuskeln (Rectus Abdominis): Sie verlaufen vertikal entlang deines Bauches und sind für die Flexion (Beugen) der Wirbelsäule verantwortlich.
  • Quere Bauchmuskeln (Transversus Abdominis): Diese tiefer liegende Schicht fungiert wie ein natürlicher Korsett, gibt Stabilität und schützt deine inneren Organe.
  • Schräge Bauchmuskeln (Obliquus internus & externus): Sie verlaufen diagonal und unterstützen Bewegungen wie Drehen und Neigen des Oberkörpers.

Während dein Baby wächst und deine Gebärmutter mehr Platz einnimmt, passiert Folgendes:

  1. Dehnung der geraden Bauchmuskeln:
    Die beiden Muskelstränge des Rectus Abdominis weichen auseinander, um Raum für die Gebärmutter zu schaffen. Diese Trennung nennt man Rektusdiastase. Sie ist eine normale Anpassung und kein Grund zur Sorge, kann aber nach der Geburt Unterstützung bei der Rückbildung benötigen.
  2. Erhöhte Belastung der tiefen Muskelschichten:
    Die queren Bauchmuskeln und das Bindegewebe (Linea Alba) übernehmen mehr Verantwortung für die Stabilität des Bauchs und der Wirbelsäule. Das ist besonders wichtig, da die wachsende Gebärmutter das Gleichgewicht deines Körpers verändert.
  3. Veränderte Spannungsverhältnisse:
    Durch die Dehnung und hormonelle Veränderungen, insbesondere durch Relaxin, wird das Gewebe weicher und elastischer. Das erleichtert deinem Körper, Platz für dein Baby zu schaffen, bedeutet aber auch, dass Stabilität durch sanfte und gezielte Übungen unterstützt werden sollte.